KinderUni
Universität zu Köln. Gute Ideen. Seit 1388.
KölnerKinderUniversität. Nah dran. Seit 2003.
"Universus" ist ein Wort aus der lateinischen Sprache und heißt übersetzt "ganz". "Universität" meint damit also die ganze Gemeinschaft von Lehrenden und Studierenden.
Die Veranstaltungen der KölnerKinderUni richten sich an Kinder von 8-12 Jahren. Eltern und andere Erwachsene in Begleitung von Kindern dürfen an den Vorlesungen teilnehmen, sofern noch frei Plätze vorhanden sind. Die Teilnahme an den Workshops sind Kindern vorbehalten!
Die Teilnahme bei Veranstaltungen der KölnerKinderUni ist kostenfrei - dank des ehrenamtlichen Engagements aller Dozenten und Dozentinnen und dank der Unterstützung der Universitätsverwaltung.
Beim Besuch der ersten Veranstaltung erhält jedes Kind ein Studienbuch. Jede besuchte Veranstaltung wird mit einem Stempel des jeweiligen Fachgebiets im Studienbuch belegt. Wer zehn Stempel gesammelt hat, kann das KölnerKinderUni-Diplom bekommen. Am Ende der Veranstaltungsreihe findet eine öffentliche Diplomvergabe statt. Mit dem Erhalt des Diploms versprechen die Kinder die Weitergabe ihres Wissens an Freunde und Eltern. Jeder KölnerKinderUni - Diplomand nimmt an der Verlosung für einen Platz beim Forschertag im Forschungszentrum Jülich teil.
Die Veranstaltungen der KölnerKinderUni sind entweder Vorlesungen oder Workshops.
Der Professor oder die Professorin liest bei einer Vorlesung nicht unbedingt vor; wenn doch, dann meist aus einem Buch, das sie selbst geschrieben haben. In der Regel sprechen die Professoren frei, das heißt, sie erzählen den Studentinnen und Studenten von einem kleinen Zipfel ihres Fachgebiets, in dem sie gerade etwas Neues entdeckt haben, oder aber sie geben einen Überblick über ihre Forschung. In so einer Vorlesung sitzen sowohl die Anfänger (die "Erstsemester") wie auch die Fortgeschrittenen. Und manchmal sogar auch MitarbeiterInnen und KollegInnen der Professorinnen und Professoren, weil sie das einfach spannend finden, aus einem anderen Fach etwas Neues zu hören. Meist dauert die Vorlesung solange wie eine Schulstunde. Oft aber kürzer, dann kann man immer noch Fragen stellen.
Mit englischen Wort "Workshop" meint man ein "Arbeitstreffen": Anders als bei der Vorlesung, bei der viele Zuhörer sind, kommt hier eine (kleine) Gruppe von Studierenden zusammen und arbeitet gemeinsam an einer Fragestellung.
Für den Besuch der Vorlesungen braucht Ihr Euch nicht anmelden!
Für die Teilnahme an den Workshops müsst Ihr Euch aber mit einer kurzen Bewerbung anmelden.
Die Veranstaltungen finden in der Universität statt. Da die Kölner Uni sehr groß ist, findet Ihr hier den Lageplan, um Euch zurechtzufinden.
Der große Platz vor dem Hauptgebäude der Universität ist übrigens nach Albert dem Großen benannt. Albertus Magnus war Mitglied in der Ordensgemeinschaft der Dominikaner und übernahm im Jahr 1248 die Leitung des "Generalstudiums", einer Schule mit nur einer Fakultät, nämlich der für die Studenten der Theologie, der "Glaubenswissenschaft". Aus diesem "studium generale" entwickelte sich später die Kölner Universität. Somit war Albertus Magnus sozusagen ein Vorgänger des Rektors. Albertus Magnus erhielt den Titel "Der Große" unter anderem auch deshalb, weil er oftmals in Streitigkeiten zwischen Stadt und Kirche vermitteln konnte, indem er "Schiedssprüche" ausarbeitete, die von den sich bekämpfenden Parteien akzeptiert wurden. Die große Skulptur (sie ist etwa 3 Meter groß!) aus Bronze vor dem Eingang stellt eben jenen Albertus Magnus dar. Gerhard Marcks, ein Künstler, der viele Jahre in Köln lebte, hat sie im Jahr 1955 geschaffen.
